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Die Stimme junger Flüchtlinge

Die AU – die afrikanische EU

„Die Afrikanische Union ist eine Institution von Afrika für Afrika“

In Europa ist die Afrikanische Union nicht sehr bekannt, die meisten Menschen wissen nicht was diese Union macht und dass es sie überhaupt gibt. Dieser Artikel soll die Menschen über die AU informieren.

Die Afrikanische Union ist ein Zusammenschluss von 54 afrikanischen Staaten und wurde 2002 gegründet. Der Gründungsvertrag der AU orientiert sich vor allem am Vorbild der Europäischen Union. Mitgliedstaaten der AU sind alle international allgemein anerkannten Staaten Afrikas – außer Marokko.

Wir haben die Afrika-Expertin Fiona Newzella zu dem Thema befragt. Sie hat an der Universität Wien Publizistik und Afrikanistik und Internationale Beziehungen auf der Diplomatischen Akademie, Wien studiert. Sie hat mehrere Jahre im Mikrofinanzsektor gearbeitet und vor Ort wertvolle Erfahrungen im Wirtschafts- und Finanzsektor gesammelt.

Olivia: Warum ist die Afrikanische Union in Österreich so wenig bekannt?

Fiona Newzella: Grundsätzlich geht es hierbei ausschließlich um unterschiedliche Blickwinkel: Während afrikanische Medien fast täglich von der Afrikanischen Union berichten, schafft es in Österreich und anderen europäischen Ländern die AU klarerweise nur selten in eine Zeitung.

Die Afrikanische Union hat in Österreich einen sehr geringen Nachrichtenwert: Es ist ein statisches Thema, liegt weit weg auf einem anderen Kontinenten, und ist im Alltag der Österreicher somit schlichtweg nicht relevant.

Olivia: Was macht die AU besonders?

Fiona Newzella: In der AU leben mehr als eine Milliarde Menschen! Die EU mit „nur“ einer halben Milliarden Einwohnern ist im Vergleich gerade mal halb so groß. Der AU gehören Länder mit sehr unterschiedlicher Geschichte, Kultur, Religion und Naturverhältnissen an. Der gemeinsame Wille nach einem panafrikanischen Gedanken macht diese Institution wirklich sehr besonders.

Olivia: Unterstützt die AU die afrikanischen Staaten? Nützt sie ihnen? Wenn ja, wie?

Fiona Newzella: Die AU ist eine Institution von Afrika für Afrika und hat sich eine gemeinschaftliche Sicherheitsstabilisierung ihrer Mitgliedsländer zum Ziel gesetzt. Die AU hat auch Einfluss auf afrikanische Krisenherde genommen: Es wurden beispielsweise wirtschaftliche und politische Sanktionen gegen einige der Mitgliedstaaten verhangen, die sich nicht an bestimmte Regeln gehalten haben. Auch hat die AU eigene Friedenstruppen, zum Beispiel in Burundi oder Somalia, eingesetzt.

Der Wille ist vorhanden, jedoch hat AU ganz klar große Schwachpunkte:

Zum einen lähmt die enorme Größe bei Entscheidungsfindungen, zum anderen kämpft sie ungemein an ihrer schwierigen finanziellen Lage. Während die E.U. ein Gesamtbudget von ca. 145 Milliarden Euro hat, muss die AU mit nicht einmal 300 Millionen Euro zurecht kommen.

Olivia: Arbeiten AU und EU überhaupt zusammen?

Fiona Newzella: Die EU ist ein wichtiger Partner für die AU und hat maßgeblich bei ihrer Gründung vor 13 Jahren und dem Aufbau von Kompetenzen beigetragen. Die Kommissionen teilen sich regelmäßig miteinander aus und besprechen Themen, die beide Kontinente betreffen.

Die AU macht sehr viel für ihre Mitgliedsstaaten und Einwohner. Sie hat schon viel mehr gemacht, als bekannt ist. Hoffentlich wird in Zukunft ihre Bekanntheit wachsen, damit sie ihren Mitgliedsstaaten noch mehr helfen kann. Die AU ist die Zukunft Afrikas.

 

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