Insider

Die Stimme junger Flüchtlinge

Drei junge Männer und ihre Routen nach Europa

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Die Geschichte die ich erzählen will, handelt von verschiedenen Routen und unterschiedlichen Gründen nach Europa zu kommen. Ich habe drei Personen aus unterschiedlichen Staaten gefragt, wie sie nach Österreich gekommen sind. Sie alle haben es geschafft und haben hier eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Ihre Geschichten sind deswegen interessant, weil sie nicht alle das gleiche Schicksal haben und drei verschiedene Routen verfolgt haben.

Afghanistan

Afghanistan ist ein ziemlich unsicheres Land. Fast das ganze Land ist ein Kriegsgebiet –schon seit 40 Jahren. Die Politik spielt immer versteckte Spiele und woher die Quellen für die Entscheidungen in der Politik kommen, weiß man nicht. Auf einer Seite Frieden, auf der anderen Seite lieber Krieg, Unsicherheit, Attentäter, verschiedene Parteien, verschiedene nationale Volksgruppen und verschiedene Meinungen.
Zum ersten Mal in der Geschichte gibt es jetzt zwei Präsidenten.

Tschetschenien

Tschetschenien ist eine im Nordkaukasus gelegene autonome Republik in Russland und grenzt im Süden an Georgien. Dort gab es zwei Kriege zwischen teils islamischen Separatisten und der russischen Zentralregierung.
Bis heute gibt es dort viele Konflikte.

Nigeria

…ist ein Land mit großer kultureller Vielfalt: Im ganzen Land werden 514 verschiedene Sprachen gesprochen. Außerdem sind hier viele westafrikanische Religionen anzutreffen. Allerdings herrschen auch oftmals mit Gewalt ausgetragene ethische Konflikte zwischen dem muslimischen Norden und dem mehrheitlich christlichen Süden.

 

Die Fluchtgeschichten – „Leider musste ich alles hinter mir lassen“

Afghanistan

Jawid, 19 Jahre alt, ist seit 4 Jahren in Österreich. Er musste sein Land aus Sicherheitsgründen verlassen. In den Iran gelangte er mit dem Auto und von dort auch mit dem Auto in die Türkei. Von der Türkei kam er in einem LKW versteckt bis nach Österreich – von dem Weg hat er nicht viel mitbekommen. Die Reisekosten: er musste dem Schlepper 12.000 US Dollar bezahlen. Eigentlich sollte er bis nach Grossbritannien fahren, aber in Österreich wurde er von der Polizei festgenommen.

Tschetschenien

Aslan, 23 Jahre alt, ist seit 6 Jahren in Österreich. Von Grosny (Hauptstadt von Tschetschenien) bis nach Warschau (Polen) musste er dem Schlepper Geld zahlen. Von Warschau über Berlin begab er sich nach Österreich mit verschiedenen Fahrzeugen (hauptsächlich Zug) bis nach Wien. Seine Reiskosten betrugen insgesamt ca. 560 Euro.

Nigeria

Chris, 20 Jahre alt, ist seit vier ein halb Jahren in Österreich. Die Strecke von Nigeria bis zur Türkei legte er zu Fuß, im Auto und in einem Boot zurück. Nach der Türkei musste er noch durch Syrien, Libanon und Griechenland reisen.

Von Griechenland kam er mit einem Lkw bis nach Österreich. Seine Reise hat ihn 3.400 Euro gekostet.

 

Das Alltagsleben in Österreich – „Schicksal? Nein danke!“

Wenn die Flüchtlinge in Österreich ankommen, werden sie entweder von der Polizei angehalten, festgenommen oder sie schaffen es, sich zu einer Aufnahmestelle zur Erstbefragung zu begeben. Danach fangen sie an, die Sprache zu lernen. Nachdem sie sich ein bisschen ausdrücken können, fangen manche mit Arbeit an oder machen mit der Ausbildung weiter.

Alle drei versuchen sich jetzt in Österreich ein neues Leben aufzubauen.

 

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